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auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft Waldrach. Die Pfarreiengemeinschaft Waldrach ist der Zusammenschluss von zwölf Pfarreien im Ruwertal, dem Vorderen Hochwald und dem Pluwiger Ländchen.

Das Leben in den Gemeinden wird geprägt von vielerlei Aktivitäten und Gruppen. Dieses Gemeindeleben ist ohne die vielen ehrenamtlich Tätigen nicht denkbar.

 
Auch für Sie ist in dieser Pfarreiengemeinschaft sicher ein guter Platz!

Pfarrer Ralf-Matthias Willmes

 


 Geistliches Wort (aus dem Pfarrbrief Nr. 5/2018)

Sommerfeiertage

Wenn Sie diesen Pfarrbrief erhalten, steht Pfingsten unmittelbar vor der Tür; kurz danach feiern wir Fronleichnam, und schließlich beginnen die Sommerferien. Die Sommerfeiertage (auch schon Christi Himmelfahrt) haben für mich immer ein irgendwie leichtes Gepräge. Sie durchbrechen den Alltag, verkürzen die Arbeitswoche und - wenn das Wetter schön ist - wecken sie sich auch schon die Vorfreude auf die Urlaubs- und Ferienwochen. Das Geschenk des Heiligen Geistes an Pfingsten stößt die Türen und Fenster auf und lässt frischen Wind in unseren Alltag hineinwehen - auch in den kirchlichen. Pfingsten kann ehrlichen Herzens nur feiern, wer diesen frischen Wind, die offenen Türen und Fenster wirklich mag. Wer nicht, für den ist das Fest eher eine Bedrohung. Eine Kirche, die sich einschließt, die sich nicht öffnet auf die Welt um sie herum, die das Draußen fürchtet, weil es die alten Sichtweisen durcheinander wirbelt und dem „Gekuschel“ im warmen Drinnen ein Ende setzt, die sollte an Pfingsten besser nicht um die Gaben des Sturm- und Feuergeistes bitten! Wer das gottgeschenkte Chaos liebt, für den ist dieses Fest eine Verheißung. Fronleichnam empfinde ich als ein Fest der Vergewisserung. Wohin wir auch gehen, wenn wir nach draußen geschickt werden, Jesus Christus ist mit uns unterwegs. Wenn wir Christus in der Gestalt des Brotes durch die Straßen tragen, dann sind nicht wir es, die ihm die Welt zeigen, sondern Er ist es, der unsere Augen öffnet auf unsere Welt, in der wir leben: Schau hin! Wen und was siehst du? Erkennst du die Gesichter, die du täglich siehst und doch vielleicht nie richtig wahrgenommen hast? Mit welchem Blick schaust du auf deinen Nachbarn? Siehst du etwas von dem, was ihn ausmacht, was er denkt und fühlt? Jesus hat die Nähe zu den Menschen gesucht. Für ihn war es völlig unerheblich, ob jemand fromm war oder nicht, ein Priester oder ein Heide, ein Kind, eine Frau, ein Mann oder etwas dazwischen oder beides. Für ihn zählte allein die Sehnsucht eines Menschen, seine Sehnsucht nach Glück und Liebe, nach einem Sinn für sein Leben. Fronleichnam könnte eine Sehschule sein. Und uns mit den Augen Jesu zu sehen lehren, wenn wir ihn durch die Straßen tragen und seinen Segen erbitten für alle, die mitgehen, am Rand stehen, sich hinter der Gardine verstecken oder nicht wissen, wohin sie eigentlich gehören. Und dann die Ferien… . Zeit haben und sie vorüberziehen lassen und da sein - ganz im Moment. Sich beschenken lassen mit neuen Eindrücken und ausruhen vom Alltag. Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer!

Ihr Engelbert Felten